Das Pussy-Castle liegt mitten in der Samt- und Seidenstadt Krefeld und wird neben unseren Schnurrern von mir (Julia Heimann) und meinem Mann, Sascha Heimann, bewohnt.
Wir sind beide mit Tieren groß geworden und bis heute ist ein Leben ohne Tiere für uns nicht vorstellbar. Beide hatten wir als Kinder immer Hunde im Haus, was bei uns leider irgendwann nicht mehr möglich war, da der Vermieter keine Hunde duldete.
So kam es im Jahr 1989, dass unsere erste Katze Sally, eine heilige Birma bei uns einzog. Sie war es, der wir die Liebe zur Katze zu verdanken haben, denn mit ihrem Charme und ihrem lieben Wesen konnte sie selbst den größten Katzenkritiker auf ihre Seite ziehen. Da sie nicht als Einzelkatze bei uns leben sollte, folgte Anfang 1990 dann unsere Katze April. Sie war eine blaue BKH und ist sicherlich daran Schuld, dass diese Rasse einfach unsere große Liebe wurde.
Damals lebte ich noch bei meinen Eltern und war gerade 10 Jahre alt geworden. Von Anfang an war eigentlich klar, dass unsere Mopsi, wie wir sie aufgrund ihrer Körperfülle nannten, auch einmal Babies bekommen sollte. So ging schon recht früh die Suche nach einem passenden Kater los und für mich war das damals natürlich wahnsinnig aufregend. Leider sollte es anders kommen, als geplant, denn unsere April war sehr ungnädig mit den ausgesuchten Herren, so dass diese irgendwann resignierten und es leider nie zu einer erfolgreichen Deckung kam. So entschieden wir uns damals schweren Herzens, den Zuchtgedanken aufzugeben und unsere April als reine Liebhaberkatze zu behalten.
Dies ist nun schon bald 20 Jahre her. Seit 1999 habe ich meinen eigenen Haushalt und seinerzeit natürlich Sally und April mitgenommen, als ich das Elternhaus verließ.
Da die Damen bereits ein stolzes Alter erreicht hatten, bereitete uns der Gedanke Sorge, was wohl passieren wird, wenn eine von beiden nicht mehr bei uns ist. Da wir keine Einzelkatze wollten, zog im August 2000 unser Kater Schaden ein. Er war ein rabenschwarzer Hauskater und wirklich wunderschön. Warum er zu diesem Namen kam, hab ich auf seiner Seite beschrieben, die sie hier finden: KLICK
Da Schaden aber leider von den beiden Damen überhaupt nicht geschätzt wurde und wir uns einen Spielkameraden für ihn wünschten, zog dann im Herbst 2001 unser Hempel ein. Hempel war für mich immer der perfekte "Tiger". Ich glaub unbewusst haben wir durch ihn die Liebe zu den Tabbies entdeckt. Glücklicherweise verstanden sich die beiden Jungs auf Anhieb und wurden ein richtiges Dreamteam.
Im Dezember 2002 verstarb unsere Sally dann im Alter von 17 Jahren. Die Lücke war groß und im Pussy-Castle war immer Platz für 4 Miezen, also wünschten wir uns Verstärkung. Die Liebe für die BKH war damals durch unsere Mopsi schon so groß und so entschieden wir uns 2003 einen chocolate Kater, unseren Bobby, zu adoptieren. In diese Farbe hatten wir uns bereits früher schon verliebt und für uns ging dann wirklich ein Traum in Erfüllung, als Bobby bei uns einzog. Nach wie vor ist chocolate eine der schönsten Farben, wie wir finden!
Einen wirklichen Zuchtgedanken hatten wir mit ihm nicht, aber wir wünschten uns ein Baby von ihm, weil er charakterlich und optisch einfach für uns der perfekte Brite ist. Leider sollte es auch dazu nicht kommen, denn Bobby hatte einen Hodenhochstand und damit war auch hier der Zuchtgedanke leider nur ein Wunsch.
Im Frühjahr 2003 entdeckte ich dann im Internet unsere Miri auf der Homepage eines Neva Masquarade-Züchters. Ich weiß nicht, wie es passieren konnte, aber ich war Hals über Kopf unsterblich verliebt. Da alle 4 Plätze im Miezenschloss bereits belegt waren, kostete es mich eine wirklich heldenhafte Überzeugungsarbeit, bis ich meinen Mann überredet hatte, dass wir Miri zu uns holten.
Diese Katze hat es wie keine andere geschafft, sich in die Herzen der Menschen zu schnurren. Auf eine naiv-dreiste Art war sie immer zur Stelle sobald potentielle Kraulhände auftauchten und ließ sich auch nie wirklich abschütteln. Ich glaube, ich kann die Adoptionsanträge nicht zählen, die ich für diese Katze bekommen habe, aber für nichts in der Welt hätte ich sie hergegeben.
Leider war 2008 für das Pussy-Castle ein wirkliches Unglücksjahr:
Erst starb unser Schaden, kurze Zeit später unsere Miri.
Die Lücke, die dadurch entstand war riesengroß und plötzlich war es so still und leer hier geworden. Besonders unser Bobby hat daran schwer geknabbert, denn er hat 2 enge Kumpels verloren.
Es war also nötig, schnell zu handeln und so fuhren wir zu Bobbys Züchterin, Frau Gennermann-Sackschewski von der Zucht "vom Eppenhof", um einen neuen Gefährten für Bobby zu adoptieren.
In dieser Situation hegten wir keinerlei Zuchtgedanken. Lediglich unsere und auch Bobbys Trauer führte zu dieser Entscheidung und so zog im April 2008 unser Hoschi (Latino vom Eppenhof) bei uns ein.
Als unsere April dann im Juli 2008 verstarb, war es schon wieder so still und leer um uns herum. Jeder, der bereits ein Tier verloren hat, wird sicher verstehen, was ich damit meine...
Da wir immer 4-5 Katzen bei uns hatten und plötzlich nur noch 2, entschieden wir uns, die Familie wieder zu vervollständigen und so zogen dann im Sommer 2008 Rania und Malinda bei uns ein.