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Der Begründer der Homöopathie ist der Arzt und Apotheker Christian Friedrich Samuel Hahnemann, geb. 1755 in Meißen.
Von 1775-1779 studiert er Medizin und verdiente sein Geld während des Studiums mit Übersetzungen, er beherrschte 7 Sprachen.
1782 begann er als Arzt zu arbeiten, er gab die Praxis allerdings bereits nach ca. 2 Jahren wieder auf.
Er war mehr als unzufrieden mit der damaligen Art der Medizin, und wollte so nicht weiter zum Leid der Kranken beitragen. Man verordnete seinerzeit z. B. Brechkuren, Aderlässe, und Haarseile, Methoden also, die den Kranken eher schwächten als heilten. (Zumal z. B. Aderlässe manchmal täglich! gemacht wurden). Man kann heute sagen: der Patient wurde entweder trotzdem gesund oder er starb.

Er befasste sich weiterhin mit Übersetzungen. Während der Arbeit an einer Abhandlung über die Chinarinde (Chinin), fiel ihm etwas auf:
Fabrikarbeiter, die mit Chinarinde zu tun hatten, bekamen das sog. ”Chinafieber”, das in seinen Symptomen erstaunlich ähnlich der Malaria-Erkrankung ist.
Wie wir wissen, wird gegen Malaria seit langem Chinarinde eingesetzt!!
Durch dieses aufmerksam geworden, fing Hahnemann an , Selbstversuche mit der Chinarinde zu unternehmen.
Er nahm Chinarinde ein und entwickelte Krankheitssymptome, die nach Beendigung der Einnahme wieder aufhörten.
Er folgerte daraus, dass dieses Arzneimittel beim Gesunden die selben Krankheitszeichen (er nannte es ”Kunstkrankheit”) auslöst, gegen die es beim Kranken verordnet wird. Dies ließ ihn nicht mehr los, die Homöopathie nahm ihren Anfang.
Er machte weitere Versuche, ca. 6 Jahre lang, dann stellte er die Theorie der Homöopathie auf:

Similia similibus curentur = ähnliches möge durch ähnliches geheilt werden.

Sein Grundsatzbuch, (oder auch die Bibel der Homöopathen), das ”Organon der Heilkunst”, wurde 1810 veröffentlicht.
In diesem Buch beschreibt er u. a. die Homöopathie, den homöopathischen Krankheitsbegriff und die Verordnung der Homöopathika.

Zitat aus der Einleitung: ”....Wähle, um sanft, schnell, gewiss und dauerhaft zu heilen, in jedem Krankheitsfall eine Arznei, welche ein ähnliches Leiden für sich erregen kann, als sie heilen soll.....”.

Mehrmals musste er umziehen, da er durch seine Erfolge und seine Kritik an den damaligen Methoden der Schulmedizin die Missgunst der Kollegen und Apotheker auf sich zog.
1834 heiratete Hahnmann zum zweitenmal, 1835 zog er mit seiner zweiten Frau nach Paris um dort zu leben und zu praktizieren.
Er entwickelte bis zu seinem Tod die Homöopathie ständig weiter, sowohl in den theoretischen Grundlagen als auch in der Art der Potenzierung.
Er starb 1843 in Paris.